ANGST VOR HIV-ERKRANKUNG WEGEN VERSCHIEDENER SYMPTOME

Schwerpunkt: HIV & Psyche
28.07.2016

Ich kann nicht sicher ausschließen negativ zu sein. Ich beobachte meinen Körper seitdem sehr genau und habe seit drei Monaten einen geschwollenen Lymphknoten unter der Achsel, was ich vom Arzt schon abklären ließ. Krank bin ich nie, Erkältungen, Fieber etc kenn ich nicht, ich hatte nur mal Halsweh für zwei Tage und eine Blasenentzündung. Dies bringe ich aber immer mit HIV in Verbindung und denke deshalb, dass meine Tests nicht sicher waren. Auch meine Knie bereiten mir ab und an Schmerzen.

Dr. med. Steffen Heger
Antwort des Experten Dr. med. Steffen Heger

Sehr geehrter Fragender bzw. sehr geehrte Fragende,

Sie beschreiben nochmals sehr anschaulich die überbesorgte Selbstbeobachtung Ihres Körpers, wobei jede kleine Veränderung (wie z.B. der geschwollene Lymphknoten) Befürchtungen auslöst, an einer schweren Erkrankung zu leiden. Außerdem lassen sich Ihre Ängste weder durch negative Untersuchungsergebnisse noch durch ärztliche Gespräche beruhigen. Sie zweifeln dann sehr schnell wieder daran, ob diese Ergebnisse und ärztlichen Beratungen auch wirklich verlässlich und zutreffend sind.

All das spricht dafür, dass bei Ihnen eine Angsterkrankung vorliegt. Typischerweise werden sich Ihre Krankheitsbefürchtungen nicht bessern, wenn Sie weiterhin immer wieder Laboruntersuchungen durchführen lassen und ärztliche Beratungen suchen. Im Gegenteil: jeder weitere Test und jede weitere Untersuchung wird das Problem eher verschlimmern.

Das Einzige, was Ihnen wirklich weiterhelfen kann, ist eine speziell auf die Angsterkrankung ausgerichtete Behandlung. Spezialisten dafür sind Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychologische Psychotherapeuten. Ich empfehle Ihnen daher, sich an einen solchen Arzt bzw. Therapeuten zu wenden.

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