ANSTECKUNG BEIM HIV TEST

Schwerpunkt: HIV & Psyche
23.08.2015

Hallo, ich habe eine wenn auch etwas "außergewöhnliche" Frage in Bezug auf den Infektionsweg. Ich war in der letzten Woche in einer Aidshilfe zum HIV-Schnelltest. Der Arzt war etwas im Stress und ich war als Zweite dran (vor mir ein junges Mädchen, bei ihr dauerte es auch nur circa 5 Minuten). Auf jeden Fall war er noch etwas zerstreut als ich dran war. Im Nachhinein ist mir zudem aufgefallen, dass er keine Handschuhe trug und jetzt frage ich mich, ob er denn dieses "Gerät", womit in die Fingerkuppe gestochen wird, auch desinfiziert oder die Spitze gewechselt hat. Ist dies nötig bzw. wäre genug Blut vorhanden für eine Infektion? Zwischen mir und der Person vorher lagen ein paar Minuten. Wie sieht es denn in diesem Fall auch für andere Krankheiten wie Hep C/B und Syphillis aus? Wahrscheinlich ist meine Sorge unbegründet und ich habe vor lauter Angst die letzten Monate eine Phobie. Vielen Danke für Ihre Mühe

Dr. med. Steffen Heger
Antwort des Experten Dr. med. Steffen Heger

Sehr geehrte Katha25,

vielen Dank für Ihre Anfrage über MyMicroMacro.net.

Wenn Sie sich einem HIV-Schnelltest unterziehen, besteht für Sie kein Infektionsrisiko – weder mit HIV, noch mit Syphilis und auch nicht mit Hepatitis.

Der Grund: Alle im Rahmen der Untersuchung verwendeten Artikel sind Einwegartikel, die jeweils nur für einen Patienten verwendet werden, so dass kein Risiko einer Infektionsübertragung besteht. Das „Gerät“, mit dem Sie gepiekst werden (in der Fachsprache „Lanzette“ genannt) ist ebenfalls ein Einwegartikel, der jeweils nur für einen Patienten verwendet und dann in spezielle Sicherheitsbehälter weggeworfen wird.

Dass der Arzt keine Handschuhe trug, erhöht Ihr Risiko ebenfalls nicht, da er damit allenfalls sich selbst gefährdet.

Hoffentlich konnte ich Ihnen mit diesen Informationen Ihre Sorge nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med Steffen Heger
Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie
im Auftrag der Janssen-Cilag GmbH

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