Kinder und HIV : Die richtige Therapie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Dies gilt auch bei der Behandlung von HIV , die sich mitunter deutlich von der Behandlung Erwachsener unterscheidet.

Unterschiedliche Behandlungen bei Kindern und Erwachsenen
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HIV bzw. Aids verläuft bei Kindern sehr unterschiedlich, viele Kinder sind jahrelang symptomfrei. Anzeichen für eine auftretende Immunschwäche können Untergewicht oder Gewichtsverlust, immer wieder auftretende Fieberschübe, verschiedene bakterielle Infektionen (Mittelohrentzündung, Durchfälle, Pilzerkrankungen) sowie allgemeine Entwicklungsverzögerungen sein.
Ob ein HIV positives Kind medikamentös behandelt werden muss, hängt vom Alter des Kindes und seinem Gesundheitszustand ab. Eine Ausnahme stellen Säuglinge (0-12 Monate) dar, diese werden gemäß der aktuellen Empfehlungen stets gegen HIV („antiretroviral “)  behandelt. Zur Behandlung von Kindern stehen wie bei Erwachsenen auch Medikamente zur Verfügung, die direkt gegen HIV wirken. Einige dieser Medikamente sind als Saft erhältlich.

Daneben profitieren HIV -infizierte Kinder ganz besonders von Impfungen gegen andere Infektionskrankheiten, da ihr eigenes Immunsystem diese weniger gut abwehren kann als es bei gesunden Kindern der Fall ist. Aus diesem Grund kann es bei manchen Kindern auch erforderlich sein, dass bestimmte Antibiotika zur Prophylaxe von HIV -typischen Lungenentzündungen (z.B. Pneumocystis Jirovecii Pneumonie, PJP) verordnet werden. In seltenen Fällen können Infusionen mit Immunglobulinen erforderlich sein, wenn das Immunsystem sehr geschwächt ist.

Lebenserwartungen HIV -infizierter Kinder

Die Lebenserwartungen HIV -infizierter Kinder sind sehr unterschiedlich und eine genaue Vorhersage darüber ist im Einzelfall nicht möglich. Dazu sind die individuellen Krankheitsverläufe zu verschieden. Es gibt viele Theorien über die Gründe, doch keine ist wirklich bestätigt: Der Zeitpunkt der Infektion scheint eine Rolle zu spielen, aber auch die Lebensumstände der Kinder und deren Familie können ausschlaggebend sein – vor allem die psychischen Faktoren. Ein Kind, das die ständige Angst der Eltern oder Erzieher spürt und vom täglichen Leben ausgeschlossen wird, hat es schwerer als ein Kind, das sich geliebt und angenommen fühlt.

Die Behandlung HIV -positiver Kinder unterscheidet sich vom Vorgehen bei betroffenen Erwachsenen.  Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese Kinder von spezialisierten (Kinder-) Ärzten behandelt werden. Es ist daher wichtig Kontakt zu einem Spezialisten aufzunehmen.

Die weiterführenden Links unten im Artikel bieten noch mehr Informationen zum Thema HIV -Therapie im Kindesalter.

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