HIV - Den richtigen Arzt finden

HIV ist eine eher seltene und recht spezielle Diagnose. Viele Ärzte haben daher keine Erfahrung mit der Behandlung. Aus diesem Grund sollte ein Spezialist aufgesucht werden. 

Lass dich von einem HIV-Spezialisten beraten
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Wer die Diagnose „HIV positiv“ erhalten hat, sollte auf jeden Fall ärztliche Beratung suchen. Es gibt hierfür in Deutschland viele spezialisierte HIV -Schwerpunktpraxen, die einen hohen Beratungs- und Behandlungsstandard bieten. Eine Übersicht mit Suchfunktion bietet die Liste deutschlandweiter HIV -Schwerpunktpraxen, die als Fachgesellschaft DAGNÄ organisiert sind. Daneben spielen auch Krankenhaus-Ambulanzen eine Rolle, viele davon sind auf HIV and More gelistet. In der Schweiz findet man solche auf der Seite der Swiss HIV Cohort Study oder der Webseite der Aids-Hilfe Schweiz.

In Österreich findet man solche auf dem Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs, auf der Seite PULSHIV und auf der Seite der ÖGNÄ-HIV (Österreichische Gesellschaft niedergelassener Ärzte zur Betreuung HIV -Infizierter).
Eine Zusammenstellung der HIV -Behandler findet sich auch im Adress-Finder auf dieser Webseite. Empfehlungen für HIV -Schwerpunktpraxen in der Nähe erhält man auch bei den Aids-Hilfen vor Ort.

Die weiterführenden Links unten im Artikel bieten noch mehr Informationen zum Thema.

Vorbereitung auf den Besuch beim HIV Spezialisten

Viele wichtige Fragen stellen sich gerade im Zeitraum unmittelbar nach der Diagnose. Diese betreffen zum Teil sehr persönliche Dinge wie die eigene Sexualität, daher sollte man sich bei der Arztauswahl Zeit nehmen. Schließlich ist neben der fachlichen Kompetenz des Arztes ein Vertrauensverhältnis sehr wichtig für die Behandlung. Damit in der Aufregung nichts vergessen wird, kann für den ersten Besuch beim Arzt eine Checkliste sehr hilfreich sein.

Checkliste für den ersten Besuch beim Arzt

Allgemeines

  • Wann ist zu empfehlen, mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen?
  • Wie häufig muss man zu Kontrolluntersuchungen kommen?
  • Was muss man im täglichen Umgang mit dem Partner/der Partnerin und Freunden beachten?
  • Ist der Arzt im Notfall auch abends oder am Wochenende erreichbar?

Zur Therapie

  • Wann bzw. wie muss die Einnahme erfolgen und was ist zu beachten? (Ernährung etc.)
  • Muss man die Medikamente besonders aufbewahren?
  • Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen, und wie sollte man damit umgehen?
  • Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die eingenommen werden?
  • Welche frei verkäuflichen Medikamente dürfen nicht eingenommen werden?
  • Was ist, wenn die Tabletteneinnahme einmal vergessen wurde?
  • Wie lässt sich überprüfen, ob die Medikamente wirken? Kann man das selbst merken?
  • Was passiert, wenn die Arzneimittel nicht ansprechen? Welche Alternativen gibt es?

Begleitend zur Therapie

  • Wie kann man die Therapie bestmöglich unterstützen (Ernährung, Sport)?
  • Muss auf bestimmte Lebensmittel oder Aktivitäten verzichtet werden?
  • Ist man immer noch ansteckend für andere, wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze ist?
  • Welche Einschränkungen gibt es für den Beruf/die Reiseaktivitäten?

Unbedingt beim ersten Arztbesuch dran denken

  • Aufstellung über festgestellte Erkrankungen, z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma, Gicht etc.
  • Aufstellung über Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden
  • Aufstellung über Medikamente, die hin und wieder eingenommen werden, auch solche, für die man kein Rezept braucht
  • Impfausweis
  • Versichertenkarte

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