Positive Senioren

Alt werden und HIV ist schon lange kein Widerspruch mehr. Neben der üblichen altersbedingten Erkrankungen können jedoch zusätzliche gesundheitliche Probleme bestehen, zum Beispiel durch Nebenwirkungen wegen der jahrelangen Einnahme von HIV Medikamenten.

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Moderne Medikamente verlängern das Leben HIV -Betroffener im Durchschnitt um viele Jahre. Ihre Lebenserwartung entspricht zwar immer noch nicht komplett derer gesunder Menschen, allerdings können sie ein vergleichbar langes Leben führen wie viele andere chronisch Erkrankte (z. B. Diabetiker ) auch. Die HIV -Infizierten tragen allerdings ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenkrankheiten oder auch Osteoporose. Diese Erkrankungen sind häufig Nebenwirkungen der jahrelangen medikamentösen Therapie.

Gerade in den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass der Vitamin-D-Spiegel bei vielen HIV -Betroffenen stark erniedrigt ist. Dies kann mit einer Vielzahl von Symptomen einhergehen, insbesondere ist auch das Risiko einer Reduktion der Knochendichte (Osteoporose) deutlich erhöht. Osteoporose führt dann bei Stürzen zu Knochenbrüchen, die oft durch eine Vitamin-D Einnahme verhindert werden könnten. Da auch Sonnenlicht den Vitamin-D-Spiegel erhöht, ist gelegentliches Sonnenbaden durchaus ratsam.

Anders als früher erreicht heute eine stetig steigende Anzahl von HIV -Infizierten das Rentenalter. Hieraus ergeben sich besondere Herausforderungen, da der Großteil dieser Senioren keine Kinder hat und eine Pflege im familiären Umfeld somit oft nicht möglich ist. Beachte hierzu auch das Kapitel „Pflege und betreutes Wohnen“.

Informationen zu den Wohnprojekten der Deutschen Aids-Stiftung findest du auf deren Webseite.

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