Berufstätig mit HIV

Für Viele ist die Arbeit ein wichtiger Teil des Lebens und in der Regel hindert eine HIV -Infektion auch nicht daran, weiter zu arbeiten. Für die meisten Berufe bedeutet HIV auch keine Einschränkung, dennoch stellt sich oft die Frage, wer über die Infektion informiert werden sollte und welche Konsequenzen dies haben kann.

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Besteht eine HIV -Infektion noch nicht lange bzw. ist der Betroffene medikamentös gut eingestellt, ist die Leistungsfähigkeit normalerweise nicht dauerhaft eingeschränkt. Wenn Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten, lassen sich diese dennoch meist mit der Arbeit vereinbaren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. Piloten, bestimmte ärztliche Tätigkeiten), bestehen für HIV positive Menschen keine Einschränkungen bei der Berufswahl bzw. Berufsausübung.

Im Allgemeinen muss der Arbeitgeber auch nicht über eine HIV -Infektion informiert werden, es besteht keine generelle Informationspflicht. Auch beim Vorstellungsgespräch ist die Frage nach möglichen Krankheiten nicht erlaubt und muss nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel, z. B. wenn der Beruf mit Reisen in Länder verbunden ist, für die Einreisebeschränkungen gelten. Das gleiche gilt z. B. für medizinisches Personal.  Die meisten medizinischen Berufe können jedoch ausgeübt werden, da die üblichen Hygienestandards eine HIV -Infektion auf den Patienten durch Übertragung von Blut sehr unwahrscheinlich machen.

Anders sieht es auch dann aus, wenn die HIV -Infektion bereits fortgeschrittenen und die Leistungsfähigkeit hierdurch eingeschränkt ist. Darüber muss der Arbeitgeber informiert sein, um die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters beurteilen zu können.

Weiterführende Informationen über berufliche Einschränkungen aufgrund von HIV findest du unter Links.

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