HIV positiv: Wie sag ich’s meinen Eltern?

Oft fällt das Gespräch über die HIV -Infektion mit den Eltern besonders schwer. Angst vor Zurückweisung, Unverständnis und Verletzungen spielen hierbei eine große Rolle. Dabei können die eigenen Eltern häufig eine gute und verlässliche Unterstützung sein.

Eltern häufig eine gute und verlässliche Unterstützung sein
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Mit den Eltern über HIV zu sprechen, ist meist nicht einfach: Zum einen aus Angst vor der Reaktion der Eltern. Zum anderen möchte man ja auch nicht, dass sich die eigenen Eltern Sorgen machen. Tatsächlich reagieren viele Eltern aus Angst und Überforderung sehr emotional und zunächst nicht so verständnisvoll wie erhofft. Begleitende Themen wie Homosexualität oder Drogengebrauch sorgen für zusätzliche Spannungen. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Das gleiche gilt für die Art und Weise, wie man es am besten sagt. Vielleicht kann ein guter Freund oder der Partner helfen, die Situation gemeinsam durchzustehen. In manchen Fällen kann es hilfreich sein, sich erst dem Elternteil anzuvertrauen, zu dem ein besonders enges Verhältnis besteht.

HIV -Infektion verschweigen oder die Wahrheit sagen?

Es gibt Betroffene, die sich bewusst dafür entscheiden, die Eltern nicht über die HIV Infektion zu informieren, was unter bestimmten Voraussetzungen auch Sinn machen kann. In vielen Fällen kann der Einbezug der Eltern jedoch nicht nur hilfreich, sondern auch entlastend sein, gerade wenn eigentlich ein gutes Verhältnis zu den Eltern besteht.

Bei Unsicherheit helfen Beratungsstellen weiter, wie z. B. in Deutschland unter www.aidshilfe-beratung.de oder auch die lokalen Aids-Hilfen.

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