HIV und Aids: Sichere Verhütungsmittel

Pille, Kondom, Spirale: Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV schützt jedoch nur das Kondom bzw. Femidom.

HIV und Aids: Sichere Verhütungsmittel
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Die Auswahl an Verhütungsmitteln ist groß, im Grunde ist Verhütung aber immer ein Kompromiss aus mehreren Faktoren. Neben dem Anspruch an die Sicherheit der Methode spielt auch die Verhütung von Infektionskrankheiten wie HIV sowie  die Annehmlichkeit der Anwendung eine Rolle. Wie sicher ein Verhütungsmittel ist, verrät der sogenannte Pearl-Index. Je niedriger er ist, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Allerdings immer unter der Voraussetzung, dass es korrekt angewendet wird.

Die Pille

Das wohl beliebteste Verhütungsmittel der Frau ist die „Pille“. Sie bietet einen sehr hohen Schutz vor einer Schwangerschaft und ist leicht in der Handhabung. Die Pille ist ein orales Verhütungsmittel und wird in Form einer Tablette eingenommen. Sie enthält Wirkstoffe, die den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron sehr ähnlich sind. Die regelmäßige Einnahme unterdrückt den Eisprung und verhindert somit, dass die Frau schwanger wird. Die Pille ist rezeptpflichtig und kann nur von einem Arzt verschrieben werden. Sie ist bei richtiger Einnahme zu 99,5% sicher, bietet allerdings keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten wie HIV . Wichtig für HIV positive Frauen: Eine HIV -Therapie kann die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel, wie z.B. die der Anti-Baby-Pille, beeinträchtigen – sprechen Sie darüber auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

Der Pearl-Index liegt bei 0,1 bis 0,9 (von 1000 Frauen werden 1-9 schwanger).

Die Spirale

Das Intrauterinpessar, kurz IUP oder auch umgangssprachlich Spirale genannt, wird vom Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt. Moderne Spiralen sind T-förmige Plastik-Träger, um die manchmal ein Kupfer- oder Kupfer-Gold-Draht gewickelt ist. Das Kupfer gibt Kupferionen ab, die  den Effekt der Spirale noch erhöhen. Die Kupferspirale ist ein sehr wirksames Mittel zur Empfängnisverhütung, vor allem weil bei der Anwendung durch die Frau keine Fehler möglich sind. Einige Frauenärzte empfehlen Spiralen jedoch nicht bei jüngeren Frauen. Eine Spirale schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV .

Der Pearl-Index der Kupferspirale liegt bei etwa 0,3 bis 0,8.

Das Diaphragma

Das Diaphragma wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Es trennt die Spermien vom Muttermund und verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen können. Um den Schutz zu verstärken, wird es zuvor mit einer spermiziden Verhütungscreme eingerieben. Die richtige Größe des Diaphragmas muss zunächst durch den Frauenarzt bestimmt werden. Er berät die Frau zudem ausführlich über seinen Einsatz, der für die Anfängerin  zunächst ungewohnt ist. Ein Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankugnen wie HIV besteht nicht.

Der Pearl-Index liegt bei 1-20.

Das Femidom

Für Frauen kann es aus sozialen und kulturellen Gründen schwierig sein, Safer Sex zu praktizieren. Sollte der Partner kein Kondom verwenden wollen, kann ein Femidom, das sogenannte Kondom für die Frau, eine Alternative sein. Ein Femidom ist 17 bis 18 cm lang und besteht aus dünnem, reißfestem Kunststoff. Es ist mit zwei Ringen ausgestattet, von denen der äußere außerhalb der Scheide vor den großen Schamlippen liegt und der innere wie ein Pessar (Diaphragma) in die Scheide eingeführt wird. Der Pearl-Index liegt bei 5-25.Das Femidom ist das einzige Verhütungsmittel, welches wie das Kondom auch vor sexuell übertragbaren Erkrankungen schützt.

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