PEP kann vor HIV -Infektion schützen

Wenn ungeschützter Kontakt stattgefunden hat, läuft die Zeit. In vielen Fällen kann die Infektion durch den raschen Einsatz von Medikamenten verhindert werden, dennoch bleibt diese Methode zu Recht nur begründeten Einzelfällen vorbehalten.

PEP kann vor HIV-Infektion schützen
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PEP - Die Pille danach?

Wenn man sich einem HIV -Infektionsrisiko ausgesetzt hat (z.B. ungeschützter Sexualverkehr mit einer HIV -infizierten Person oder Verwendung einer gebrauchten Injektionsnadel), dann kann eine sogenannte „HIV -PEP“ als medizinische Sofortmaßnahme genutzt werden. Ein Arzt entscheidet über den Einsatz. PEP ist die Abkürzung für Post-Expositions-Prophylaxe . Es handelt sich dabei um eine vorbeugende medikamentöse Behandlung, um das "Einnisten" des HI-Virus im Körper zu verhindern.

Die Behandlung besteht aus einer Kombination von verschiedenen Medikamenten und muss möglichst rasch (möglichst innerhalb von 2 Stunden, spätestens innerhalb der ersten 72 Stunden) eingeleitet werden. Die Behandlung dauert meist vier bis sechs Wochen.

Aber: Eine HIV -PEP ist keine „Pille danach“ und kein 100%iger Schutz! Sie wird nur im Notfall und nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung vergeben. Die Krankenkassen übernehmen die erheblichen Kosten nur im begründeten Einzelfall.

Angst vor Ansteckung mit HIV : Wer hilft?

Eine Liste der Kliniken, die 24-Stunden am Tag eine HIV -PEP durchführen, findet man auf der Seite der Deutschen Aidshilfe.
Auch in Österreich sind in den HIV -Behandlungszentren HIV -PEPs rund um die Uhr möglich. Eine Liste findest du auf auf der Seite des Öffentlichen Gesundheitsportals.
Eine Liste über PEP Zentren in der Schweiz findest du der Seite Check your Lovelife.

Safer Sex statt PrEP

Von der PEP zu unterscheiden ist die sogenannte PrEP bzw. Prä-Expositions-Prophylaxe deren Wirksamkeit bisher allerdings nicht eindeutig bewiesen wurde. Hierbei werden HIV -Medikamente prophylaktisch von HIV -Negativen eingenommen, um im Falle eines Kontaktes mit HIV (hochrisikoreicher Sex) das Risiko einer Ansteckung zu verringern. Die PrEP ist umstritten, schließlich ist sie mit hohen Kosten und Nebenwirkungen verbunden und bei konsequentem Safer Sex kann man theoretisch auf sie verzichten. Daneben bleibt ein deutliches Restrisiko einer Ansteckung auch dann bestehen, wenn die PrEP dauerhaft und konsequent eingenommen wird. Aus diesem Grund und aufgrund von anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen ist auch bei der Anwendung einer PrEP das Kondom unverzichtbar. 

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