Psychotherapie – Was ist das eigentlich?

Das Bild vom Psychotherapeuten wird von den häufig klischeehaften Darstellungen in Kino und Fernsehen geprägt: Da ist der allzu oft selbst etwas zerstreute Therapeut, der seine Patienten auf die Couch legt und ihnen merkwürdige Fragen über ihre Träume stellt oder ihnen gut gemeinte Ratschläge gibt. Die Realität sieht aber meistens anders aus.

Psychotherapie – Was ist das eigentlich?
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Psychotherapie ist die Behandlung seelischer Störungen mit psychologischen Mitteln – also im Gegensatz zur Behandlung mit Psychopharmaka .

Das wesentliche psychologische Mittel ist das Gespräch zwischen Therapeut(in) und Patient(in). Es können aber auch Verhaltens- oder Entspannungsübungen durchgeführt werden. Daneben gibt es außerdem sogenannte „nonverbale“ Therapieverfahren wie Musiktherapie, Kunsttherapie oder Bewegungstherapie. Das genaue Vorgehen unterscheidet sich je nach der gewählten Therapiemethode.

Allen Verfahren ist eines gemeinsam: Psychotherapie findet immer im Rahmen einer therapeutischen Beziehung zwischen Patient und Psychotherapeut statt.

Das allgemeine Ziel aller Psychotherapien ist, Krankheiten und Leidenszustände zu beheben oder zumindest deutlich zu bessern. Die individuellen Ziele der Behandlung werden in Absprache zwischen Patient und Psychotherapeut festgelegt.

Psychotherapeuten sind in der Regel Ärzte oder Psychologen, die eine mehrjährige Ausbildung in einem anerkannten Psychotherapieverfahren durchlaufen haben. Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ ist geschützt und darf nur von entsprechend qualifizierten und staatlich anerkannten Personen geführt werden.

Autor: Dr. Steffen Heger

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