HIV und Psychotherapie : Welche Verfahren gibt es?

Psychoanalyse oder eher Verhaltenstherapie ? Dialektisch-Behaviorale oder besser Katathym-Imaginative Therapie? Ego-State-Therapie oder doch lieber Hypnose? Wie soll der Laie da noch durchblicken? Ein paar einfache Hinweise können HIV -Patienten helfen, sich im Dschungel der verschiedenen Psychotherapieverfahren zurechtzufinden.

HIV und Psychotherapie: Welche Verfahren gibt es?
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Es gibt eine schier unüberschaubare Vielzahl von Psychotherapieverfahren. Viele davon haben sich bewährt und sind in Fachkreisen anerkannt. Andere sind zweifelhaft oder sogar unseriös.

Um den Hilfe suchenden Patienten die Auswahl der geeigneten Behandlung zu ermöglichen, prüft der „Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie “, ein Gremium von Experten aus Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer, welche Therapieverfahren ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachweisen konnten.

Zu diesen wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren zählen:

Das bedeutet übrigens nicht, dass andere Verfahren nicht auch hilfreich und wirksam sein können. Es wurden nur unter Umständen bisher keine ausreichenden wissenschaftlichen Nachweise dafür erbracht.

Von den genannten werden jedoch nur vier Verfahren von den gesetzlichen Krankenversicherungen finanziert. Dazu gehören die beiden psychodynamischen Verfahren, Verhaltenstherapie und seit kurzem auch EMDR . Der Grund dafür ist, dass nur für diese Methoden bisher die Wirksamkeit bei allen häufigen seelischen Erkrankungen nachgewiesen wurde (und nicht etwa nur bei einer oder zwei dieser Erkrankungen).

Jeder Therapeut hat ein bestimmtes Verfahren als Schwerpunkt bzw. Hauptverfahren und meistens noch eingehende Kenntnisse und Erfahrungen in mindestens einer oder mehreren der anderen Methoden.

Autor: Dr. Steffen Heger

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